Ohrakupunktur

Die Ohrakupunktur ist ein eigenständiges Therapieverfahren. Es wird unabhängig von der Körperakupunktur durchgeführt. Am Ohr bildet sich der Körper in seiner Gesamtheit sozusagen noch einmal in verkleinerter Form ab. Man nennt so ein Areal, in dem sich das große Ganze in kleinerer Struktur abbildet, Somatotop.

Die Beziehung des Somatotops zu den einzelnen Bereichen des Körpers steht in einer interessanten Wechselbeziehung. So spiegelt sich ein energetisches Ungleichgewicht einzelner Körperzonen (z.B. aufgrund einer Erkrankung), einschließlich der inneren Organe oder auch vegetativer Bereiche, im Ohr als empfindlicher Punkt oder Areal wieder.

Auf der anderen Seite kann über das Ohr auf jedes Gebiet des Körpers Einfluß genommen werden. Durch diesen Effekt ist über das Ohr nicht nur eine regulierende Therapie möglich, sondern es ist auch bei der Diagnosefindung hilfreich.

Die Behandlung erfolgt mittels spezieller, sehr dünner Akupunkturnadeln. Bei Patienten, denen der Gedanke an Nadeln eher unangenehm ist, kann auch ein Gerät zur Laserakupunktur verwendet werden.

Das Ziel der Ohrakupunktur ist es, den Energiehaushalt des Körpers wieder in ein physiologisches Gleichgewicht zu bringen und damit der Erkrankung den Boden zu entziehen.

Die Einsatzmöglichkeiten der Ohrakupunktur sind vielfältig und gerade bei akuten Erkrankungen stellt sich eine Besserung oft schon nach der ersten Behandlung ein. Insgesamt wird die Behandlung von den meisten Patienten als angenehm und entspannend empfunden.

Generell kann die Ohrakupunktur bei fast allen Erkrankungen eingesetzt werden, je nach Beschwerdebild begleitend oder als alleinige Therapie. Sie wirkt schmerzlindernd, wirkt Entzündungsreaktionen entgegen und greift regulierend in das Immunsystem ein.

Hier einmal ein kleiner - nicht vollständiger - Überblick über Beschwerden, bei denen die Ohrakupunktur als Therapiemethode in Frage kommt:

In der Schmerztherapie - bei akuten und chronischen Schmerzen, z.B.

  • Rückenschmerzen und Gelenkschmerzen
  • Arthroseschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Fibromyalgie (Faser-Muskel-Schmerz)
  • Zahnschmerzen, Kieferschmerzen
  • Migräne
  • Neuralgien
  • Schmerzen nach Operationen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Schmerzen bei Magenschleimhautentzündung (Gastritis)

Bei der Raucherentwöhnung:

  • zur Suchtreduktion
  • zur Regulierung des Stoffwechsels
  • zur Stabilisierung der seelischen Ausgeglichenheit
  • Verminderung von Streßsymptomen

Zur Begleitung bei einer Diät:

  • zur Eindämmung des Eßverlangens
  • zur Harmonisierung der Stoffwechsellage
  • für das vegetative Gleichgewicht

Bei Allergien, z.B.

  • Heuschnupfen
  • Neurodermitis

Bei Erkrankungen der Atemwege, z.B.

  • Asthma
  • Bronchitis

zur Stärkung des Immunsystems, z.B.

  • bei gehäuft auftretenden Erkältungskrankheiten
  • nach Operationen (Verbesserung des Allgemeinbefindens)
  • nach überstandenen Infektionskrankheiten oder anderen schweren Krankheiten

bei vegetativen oder funktionellen Störungen, z.B.

  • Schlaflosigkeit
  • Erschöpfungssyndrom
  • innere Unruhe
  • Blutdruckschwankungen
  • sexuelle Disharmonie, Libidostörungen
  • Fruchtbarkeitsstörungen
  • funktionelle Magen-Darm-Störungen, z.B. Verstopfung
  • funktionelle Herz- und Kreislaufbeschwerden, z.B. Herzrasen, niedriger Blutdruck
  • Sodbrennen
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Müdigkeit
  • Konzentrationsschwäche

Generell kann man sagen, dass bei chronischen Beschwerden, bei denen sich die Störungen ja über einen langen Zeitraum aufgebaut haben, eine Behandlungsdauer von mehreren Wochen eingeplant werden muss.

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Foto - Sabine Bauer - Heilpraktikerin - Heilpraktiker Hamburg Innenstadt

Sabine Bauer

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